Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit in der „Einen Welt“
Wie bereits in den letzten beiden Jahren wollten die Hülzweiler Pfadfinder die Aktion der Pfarrgemeinde St. Laurentius Hülzweiler zugunsten der missionarischen Projekte von Pater Manfred in Paraguay, der Schwestern in Madagaskar, der Straßenkinder in Brasilien und hilfsbedürftiger Familien in Palästina unterstützen und luden erneut zu einem so genannten Solidaritätsessen ein.

Auch in diesem Jahr konnten wir das bewährte Küchenteam gewinnen und so trafen sich unter der fachkundigen Anleitung von Anika und Christian Lauer die Gruppenleiter und Rover am Samstag, 5. Dezember 2009, um ein iranisches Gericht mit Huhn und Granatapfel zuzubereiten.   


Zusätzlich informierte die Pfadfindergruppe von Steffi die Besucher über die Lage im Iran.
Unsere beiden Stammesvorsitzenden Steffi Woll und Alexander Nuss konnten in dem von der Pfarrgemeinde kostenlos zur Verfügung gestellten Pfarrsaal wieder zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen auch unseren Pastor, viele Eltern und Stammgäste.
In ihrer Begrüßungsrede sagte Steffi:

„Wir sind froh, auch in diesem Jahr wieder so viele Helfer zu unserem Solidaritätsessen begrüßen zu dürfen. Sich solidarisch zeigen mit anderen, anderen Menschen, anderen Ländern, anderen Kulturen, das ist der Grund, warum wir Sie heute eingeladen haben.
In diesem Jahr wollen wir auf ein Land aufmerksam machen, das in seinen Grundlinien völlig anders ist als unser Land.
Der Iran ist ein Land, in dem die Menschenrechte, die Grundrechte wie Glaubens- und Meinungsfreiheit sowie Gleichberechtigung nicht annähernd so viel wert sind wie in Deutschland. 90% aller Todesurteile weltweit werden neben China, den USA und Saudi Arabien im Iran ausgesprochen und vollstreckt.

Iran ist ein Land, das durch sein immer wieder kritisiertes und beunruhigendes Atomprogramm in die internationalen Medien gerät, ein Land, dessen Menschen Kriege und Terror miterlebt haben und täglich Angst um das eigene sowie um das Leben ihrer Familie haben müssen.
Zeigen wir uns solidarisch mit diesen Menschen, deren Stimme zu leise ist, um gehört zu werden, oder, um es mit den Worten Lord Robert Baden Powells, dem Gründer der Pfadfinderbewegung zu sagen: Das eigentliche Glück findet ihr darin, dass ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt. Wenn dann euer Leben zu Ende geht, mögt ihr ruhig sterben im Bewusstsein, eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer euer Bestes getan zu haben."



Allen schmeckte es wieder sehr gut und honorierten die Kochkünste der Leiterrunde mit einer Spende.
Als dann alles wieder sauber und aufgeräumt war und das „Spendenschwein“ geöffnet wurde, freuten sich alle Mitwirkenden, dass nach Abzug aller Unkosten für die Missionsarbeit der Pfarrgemeinde ein Betrag von 375,00 Euro übrig blieb.
Die Pfadfinder bedanken sich bei allen, die mit gegessen und gespendet und somit wieder zum Erfolg dieser Aktion beigetragen haben.